Tour durch den Westen der USA im Herbst 2019
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Persönliches Schlusswort
Jo die Party ist gegessen. der Olle sitzt im Flieger und
verfasst diesen Kram. Ok fangen wir mal von vorne an.
Geplant war wie immer nix, aber auf meiner Wunschliste
stand jede Menge Zeugs, was ich mir mal oder mal wieder
anschauen wollte. Ganz oben stand die Fortsetzung der
Tour von vor zwei Jahren, wo Martina mir einen Schock
verpasst hatte. Vielleicht erinnert sich der eine oder
andere. Ich war gerade von Oregon nach Washington rein
gefahren, als Martina mich fragte, was mit der Balloon
Fiesta wäre. Ich meinte damals zu ihr, dass ich nicht
wüsste, ob ich da hin fahre, aber ich hätte ja noch zwei
Wochen Zeit. Martina knallte mir die Realität mitten in
die Fresse und sagte, dass ich nur noch eine Woche
Urlaub hätte und zwei Wochen schon rum wären. Ich habe
damals so in den Tag hinein gelebt, dass ich die Zeit
komplett vergessen hatte.
Ja was ist denn nun mit Washington? Na nix, das Wetter
dort war nicht mein Ding. Beim Wetter bin ich komisch.
Ok ok, sonst bin ich auch komisch, aber beim Wetter bin
ich mäkelig. Ich lasse mir Regen und dicke Wolken ja
noch im Regenwald gefallen, denn bei Sonne fand ich den
nicht so spannend. In Seattle hätte ich vielleicht auch
noch zwei Tage bei Regen überlebt, aber da oben im
Norden sah das ja nur beschissen aus.
Das Wetter bestimmte eh wie immer meinen Weg. Ich wäre
normal nicht zum Yosemite und nach Bishop gefahren, aber
am Ende hatte ich auch dort jede Menge Spaß und habe
viel Neues gesehen. Und ich Dussel dachte immer, dass es
da für ich nix mehr zu entdecken gibt.
Ich weiß noch, dass ich dann die Wahl hatte, den Raum um
Escalante oder Salt Lake City. Letzteres wollte ich eh
mal wieder beehren und passte auch besser in den Plan,
endlich mal im Yellowstone zu wandern. Ich hatte mich
auf Salt Lake City gefreut, aber kaum da, wollte ich
auch schon wieder die Stadt verlassen. Das Gleiche
passierte mir in San Francisco. Keine Ahnung warum, aber
große Städte nerven mich relativ schnell.
Wegen dem Wetter habe ich auch genau abgewogen, wann ich
in den Yellowstone fahre, denn dort hatte es die Tage
vorher geschneit. Den Schlenker vorher zu Devils Kitchen,
wo ich unbedingt hin wollte hätte ich mir klemmen
können. Eigentlich hätte ich Esel mir das ausrechnen
können, dass da ein Tag Sonne noch nix abgetrocknet hat.
Ich dachte immer, ich hätte im Yellowstone alles
gesehen, aber da wurde ich jetzt eines besseren belehrt.
Gut in den Jahren davor war ich...sagen wir mal Fuß
krank, weshalb ich nicht so viel laufen mochte. Jetzt wo
mich das alles nicht mehr juckt habe ich sehr viel Neues
gesehen. Der Hammer war aber schon die Anfahrt über den
Chief Joseph Highway. Mann hatte ich Schiss, darüber
nicht in den National Park komme, weil in Body stand,
dass alle Eingänge im Osten geschlossen wären.
Ich hatte nach dem Yellowstone ja noch an einen Besuch
des Glacier NP gedacht, aber da war alles, was mich
reizte wegen dem Schneesturm gesperrt, welcher wohl den
halben Westen mehr oder weniger beeinflusst hat. Danach
wurde es merklich kälter in der ganzen Gegend.
Dank dem Schneesturm war ich aber im Succor Creek State
Natural Area und im Leslie Gulch, die für mich zusammen
mit dem Devils Playground die Entdeckungen dieser Tour
waren.
Eigentlich wollte ich nicht mehr den Entdecker machen,
aber seit dem Google Earth wieder bestens arbeitet,
finde ich immer mehr Orte, auf die ich neugierig bin. Es
ist die Neugierde, die mich antreibt. Oft gehe ich ein
großes Risiko ein, wie beim Succor Creek und beim Leslie
Gulch, von denen nur sehr wenige Fotos in Earth zu sehen
waren, die mich halt aber schon juckten. Ich hatte noch
so einiges Unbekanntes, was ich mir auch noch gerne
angeschaut hätte, aber man kann nicht alles haben,
außerdem war mein Verlangen nach der Küste schon sehr
stark.
Meine absoluten Highlights dieser Tour waren definitiv
meine Neuentdeckungen Succor Creek State Natural Area,
Leslie Gulch, Devils Playground und die Strände der Sea
Ranch. Habe schon meiner Liebsten angedroht, dass ich
sie da mal hinschleppen werde.
Ich habe aber auch sehr viel gegrübelt während dieser
Reise. Das ist nun mal so, wenn man solo unterwegs ist.
Ich fragte mich so manches Mal, ob das noch normal ist,
was ich da mache. Ich war an Orten, wo kein Schwein weit
und breit zu sehen war und turnte dort alleine rum. Mir
kamen da die komischsten Gedanken. was ist, wenn du dir
da was brichst? Endest du als Futter für die Geyer, denn
finden würde dich da so schnell niemand?!
Dann fehlte mir natürlich auch meine Frau oder jemand
anderer, mit dem man mal reden könnte. Andererseits,
wenn ich nicht alleine reise, kann ich das Abenteuer im
Auto schlafen vergessen. So schlecht kann das bei 16
Nächten in der Karre nicht gewesen sein. Im Gegenteil,
es war immer gemütlich und ohne jeden Stress. Wenn der
blöde Teil mit dem packen der Koffer nicht wäre, wären
die Nächte in Santa Cruz auch nicht gewesen. West
Yellowstone die Nacht war auch nur, weil ich Wäsche
waschen musste und sonst keine Möglichkeit hatte bei der
Saukälte zu duschen. Bei den Truckern fühlte ich mich
wohl. Leider gibt es diese Raststätten halt in der Regel
nur entlang der Interstate.
Mein Essen nach der OP habe ich inzwischen im Griff. Ich
habe in den Staaten aus meiner Sicht sehr gut gelebt.
Andere würden wahrscheinlich aber sagen, dass ich Scheiß
fresse. Ich hatte jetzt erstmalig diverse Dipps getestet
und dabei festgestellt, dass ich Chunky Salsa gerne mag.
Jo und Hormels Chilli chunky with Beans ist eines meiner
Lieblingsessen. Eine dieser keinen Dosen reicht mir zwei
Tage. Auch die Kinderportionen Nudeln waren wider prima.
Thema Shoppen. Die Walmart rund um San Francisco waren
komisch. Das sind halt nicht die gewohnten Supercenter,
wie wir sie sonst kennen.
Oh wo wir schon bei komisch sind. In Oregon war ich
schon öfter, aber so eigenartig hatte ich die Leute da
gar nicht in der Erinnerung. Vielleicht war ich jetzt
auch erst im tiefsten Oregon. Was meine ich mit komisch?
Das Wort Strolch fände ich passend. Ja keine Ahnung, die
kamen mir teils wie Strolche und Bauernlümmel rüber. Das
fiel mir besonders auf, als ich von Idaho nach Oregon
rein bin. Jo und das wo Idaho, wie jeder weiß, die
dümmsten Bauern hat. ....na wegen der riesigen
Kartoffeln.
Kalifornien landschaftlich ein Traum, ansonsten wird der
Staat mit all seinen Regeln Deutschland immer ähnlicher.
Auch wenn ich deren Umweltkurs gut finde, manchmal nervt
das schon ein wenig. die Benzinpreise sind die höchsten
wie immer, aber auch in Oregon waren die Preise nicht
ohne.
Mein Auto war sehr gut, wenn auch nicht gerade Winter
und Gelände tauglich. Für den Winter hatte es definitiv
die falschen Reifen und fürs Gelände war es gerade im
Frontbereich ungünstig gestaltet. Die Karre kratzte
schnell mal vorne an was auch immer.
Telefon von H20 war gut, aber hier bei dieser Reise auch
oft ohne Empfang, was mir aber vorher bewusst war. Bei
Walmart erklärte mir dann ein kundiger Mitarbeiter woran
das liegt, dass wir Touristen keinen Empfang haben, die
Einheimischen aber fast immer. Wir in Europa haben GMS
Handys in den USA die haben größtenteils einen anderen
Standard. Ich habe in solchen Gegenden Walmart und
WhatsApp für Telefonate mit der Heimat genutzt, denn
WLan gab es in jedem Walmart gratis.
Die Flüge mit SAS waren sehr gut, die Sitze in der SAS
Plus gemütlich und der Platzabstand sehr gut. Das Essen
bei denen war nicht so mein Ding. Ich würde aber wieder
mit denen fliegen.
So ich denke das war es. Im Februar geht es mit Martina
nach Denver und was danach kommt, keine Ahnung.
Bis denne Thomas |
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